07.08.2013

von B° DP

(Quelle: Kulturagentur Rhön-Grabfeld)

Zwischen Wechterswinkel, Berlin und Exil

Am 9.8. um 19:30 Uhr rückt das Kloster Wechterswinkel und die alte Propstei durch einen Vortrag über Ernst Lewy in den Fokus.

Leben und Wirken des Sprachwissenschaftler Prof. Ernst Lewy werden im Zusammenhang mit dessen deutschsprachigem Exil in Irland thematisiert.

Ernst Lewy lebte lange Zeit in Wechterswinkel und Berlin. Mit ihm gelangte auch der Philosoph Walter Benjamin in den 20er Jahren des 19. Jahrhunderts nach Wechterswinkel. Nachdem sein Ausreiseantrag nach Palästina nicht genehmigt worden war, gelangte Lewy mit Hilfe des Ägyptologen Alan Gardiner nach Irland, wo er ab 1937 lebte. Ab dem Jahr 1939 war er an der irischen Akademie und am Dubliner University College tätig. 1947 ernannte ihn die Universität Dublin zum Professor für Sprachwissenschaft. Zeitgleich erwarb Lewy die irische Staatsbürgerschaft. Sein fast drei Jahrzehnte dauerndes Leben im irischen Exil wird hier unter Einbeziehung der allgemeinen Bedingungen im eher ungewöhnlichen Exilland Irland und der deutsch-irischen Beziehung näher beleuchtet.

Die Referentin Dr. Gisela Holfter des Vortrags forscht an der Universität in Limerik, Irland über deutsche Immigranten und nimmt einen Besuch in Deutschland zum Anlass über Lewy zu referieren. Denn sie konnte die Familie Lewy eingehend befragen und einige interessante Details dokumentieren, speziell über den unerfüllten Rückkehrwunsch von Professor Lewy an seinen Lehrstuhl an die Humbold-Universität.

Der Vortrag findet im Festsaal des Klosters statt. Eintritt ist frei.

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