27.04.2010

von B° MS

Zeltplätze unter der Lupe
Der Landkreis Rhön-Grabfeld will das Freizeitangebot für junge Menschen optimieren.

Wie man die Jugendzeltplätze im Landkreis Rhön-Grabfeld neu ausrichten könnte, darüber soll ein soeben in Auftrag gegebenes Konzept bis Ende diesen Jahres Aufschluss geben.

Der Landkreis Rhön-Grabfeld will sich künftig noch stärker als familienfreundliche, partnerschafts- und naturorientierte Region positionieren. Wie in ganz Deutschland wächst auch hier der Anteil der älteren Bevölkerung. Hinzu kommt, dass viele junge Menschen ihre Heimat für Ausbildung und Studium verlassen und dann dort auch ihr Leben verbringen. Mit einer Vielzahl von jugend- und familienfreundlichen Bildungs- und Freizeitangeboten außerhalb der Schule will man dieser Entwicklung gegensteuern. Im Blickpunkt stehen dabei u.a. die gemeinnützigen Jugendzeltplätze der Region. Ein mit Leader-Mitteln finanziertes Konzept zur Neuausrichtung dieser Anlagen wurde soeben in Auftrag gegeben.

Zelten gehört wohl zu den schönsten Kindheits- und Jugenderinnerungen an die Heimat. Damit dies auch in Zukunft so bleibt, soll das beauftragte Fachbüro für Bildungsstättenberatung Krause & Böttcher GmbH aus Hersbruck im ersten Schritt die Jugendzeltplätze Hillenberg, Am Reith bei Hausen und Himmeldunkberg bei Bischofsheim / Oberweißenbrunn unter die Lupe nehmen. Die Experten werden untersuchen, wie die bauliche Ausstattung verbessert und modernisiert werden kann. Ebenso wird man konzeptionelle Überlegungen anstellen, wie die Zeltplätze besser miteinander und mit anderen Umwelt- und Sozialbildungseinrichtungen vernetzt werden können. Auch überregionale Partnerschaften sollen so entstehen. Ziel ist es, neue zeitgemäße Angebote, z.B. im therapeutisch-pädagogischen Bereich, zu entwickeln, die junge Menschen begeistern, die Liebe zu ihrer Heimat stärken und junge Menschen aus anderen Gegenden für die Region interessieren. Die Ergebnisse des Konzepts werden bis Ende diesen Jahres vorliegen. Die Umsetzung soll dann in weiteren Leader-Maßnahmen erfolgen.

"Wir freuen uns sehr, dass wir erneut Leader-Mittel erhalten", betont Landrat Thomas Habermann. Dies zeige, dass man die engagierten Aktivitäten des Landkreises und der Leader-Aktionsgruppe Rhön-Grabfeld würdige. Sein besonderer Dank gilt dabei den Regionalmanagerinnen Cordula Kuhlmann und Ursula Schneider, der Leader-Aktionsgruppe Rhön-Grabfeld, der Kreisentwicklung und Jugendamt. Die Projektkosten für das Konzept zur Neuausrichtung der Jugendzeltplätze im Landkreis Rhön-Grabfeld belaufen sich auf rund 12.100 EURO, Leader übernimmt davon 5.000 EURO. Die restliche Finanzierung trägt der Landkreis Rhön-Grabfeld.

 

Hintergrund:


Regionalmanagement
Das Management der Leader-Aktionsgruppen Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld sowie die Begleitung der Projekte von der Idee bis zur Umsetzung werden vom gebietsübergreifenden Regionalmanagement der Landkreise Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld ausgeführt. Das Regionalmanagement wird gemeinsam durch die Kreisentwicklung der beiden Landratsämter und durch die Regionalmanagerinnen, die von den Landkreisen beauftragt und mit Mitteln des Bayerischen Wirtschaftsministeriums gefördert werden, ausgeübt und repräsentiert.

EU-Programm Leader und Leader-Aktionsgruppe
Im Rahmen des europäischen Förderprogramms Leader unterstützt Bayern unter dem Motto: „Bürger gestalten ihre Heimat“ seine ländlichen Regionen auf dem Weg einer selbstbestimmten Entwicklung. Leader ist ein Instrument, das auf Zusammenarbeit und Zusammenhalt ganzer Regionen ausgerichtet ist. Zentrale Elemente von Leader sind fachübergreifende Maßnahmen, Nachhaltigkeit und ein bürgerorientierter Ansatz, der vor allem durch die Leader-Aktionsgruppen (LAG) dargestellt wird. Diese sind Partnerschaften zwischen kommunalen, wirtschaftlichen und sozial engagierten Akteuren in der Region. Der Lenkungsausschuss der Leader-Aktionsgruppe berät und beschließt über aktuelle Projektvorhaben, bevor diese zur Beantragung beim zuständigen Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten eingereicht werden. Vorsitzender der LAG Rhön-Grabfeld ist Landrat Thomas Habermann.




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